Wie die Jahre zuvor, hieß es für die jugendlichen Ski- und Landschaftsbegeisterten des LSR Mitte März wieder ab in den Bregenzerwald. Der eine Teil der Truppe konnte es gar nicht lange genug zuhause aushalten, sodass diese schon am Mittwoch anreisten, um die Hütte schon mal auf Betriebstemperatur zu bringen.

Am späten Freitagnachmittag stieß letztendlich der Rest der diesjährigen Unternehmung zur Hütte hinzu. Der Zusammenschluss wurde noch kurz auf der „Terrasse“ bei einem kühlen Bier und einem wundervollen Sonnenuntergang genossen.

Mit im Gepäck beim altbewährten Team waren dieses Jahr vier Neuankömmlinge, von denen drei neue Mitglieder im LSR sind. Die aber sofort beim leckeren, abendlichen Wurstsalatessen freundschaftlich aufgenommen wurden. Der Abend begann mit einem lustigem Beisammensein und wurde später mit zahlreichen sportlichen Aktivitäten wie Tischtennis, Tischkicker sowie Mäxle ausgeweitet. Zur späteren Stunde kam noch ein Nachzügler aus Aalen hinzu, wodurch sich die Runde wieder in den gemütlich beheizten Gemeinschaftsraum begab, um dort über akute Problemstellungen der Menschheit zu debattieren. Je später der Abend wurde desto kleiner wurde die Gruppe, bis sich schließlich, zu einer nicht dokumentierbaren Zeit, die Runde auflöste. Am nächsten Morgen wurden wir mit einer kreativen Weckmethode –  einer Bratpfanne – aus den Federn geholt. Dies wurde aber mit einem üppigen Frühstück wieder Wett gemacht. Allerdings bekam nicht jeder auf Anhieb die Happen hinunter. Nach dieser morgendlichen Stärkung, beschlossen wir zum bewährten Skigebiet Mellau zu fahren. Dort angekommen war die Schlange vor dem Lift allerdings so lang, dass wir kurzerhand beschlossen weiter nach Warth zu fahren. Hier entpuppte sich unser Lehrer als äußerst talentierter Liftkartenkäufer. Die Sonne strahlte, der Himmel war nahezu wolkenlos, die Skihasis lachten und wir waren guter Dinge.

Während wir uns bei perfekten Verhältnissen auf den Pisten austobten, unternahmen zwei abenteuerliche Piloten von uns eine Wanderung, zu dem an der Hütte nah gelegenen Gipfelkreuz. Dort entdeckten sie, eine wohl nicht ganz den deutschen Normen entsprechenden, Startrampe für Gleitschirmflieger. Gegen Spätnachmittag kehrte die Skigruppe wieder von der Piste zurück. Die zwei Wandersleut hatten derweil in stundenlanger Kleinarbeit ein sehr leckeres Chili con Carne zubereitet, die von allen mit einer gefräßigen Stille während des Essens honoriert wurde. An diesem Abend fielen die sportlichen Spiele etwas sanfter aus und man gesellte sich wieder in den  Gemeinschaftsraum, welcher aber an diesem Abend wegen der Temperaturen eher einer Sauna glich. Aufgrund der sportlichen Leistungen an diesem Tag ging der Abend für den Großteil der Gruppe nicht so lang und nur der harte Kern blieb bis zum Schluss. Der Vorteil davon war, dass dieser Kern auf die glorreiche Idee kam schon einmal den Tisch für das Frühstück zu decken. Zur gleichen Zeit, aber nicht im wachen Zustand, entwickelte sich auch bei unserem Weckteam eine noch kreativere Methode als am Vortag, den Rest der Mannschaft zum Aufstehen zu bewegen. Diese nahm am nächsten Morgen in Form eines Feuermelders Gestalt an. Schlagartig waren alle wach und begaben sich zum Frühstück. Nachdem sich jeder wieder in einem arbeitsfähigen Zustand befand wurden die Putzaufgaben untereinander aufgeteilt und das Haus sauberer als eh und je verlassen. Nach der Putzaktion verluden wir das Gepäck in die Autos und machten uns auf zum Hochhäderich. Das Wetter war, wie schon am Vortag auf unserer Seite, und die Pisten strahlten im Glanz der Sonne um die Wette. Die Ski- und Rodelgruppe fiel am Sonntag zu gleichen Teilen aus und während die einen noch an einem ruhigen Fleck sich die Sonne auf den Bauch schienen ließen genossen die andern schon die breiten, wenig befahrenen Pisten. Unzählige Höhenmetern später gab es noch eine kurze Stärkung auf einer Hütte, ehe es wieder auf die schneebedeckten Berghänge ging. Nach einem gelungenen Tag traf man sich noch einmal an unserer Unterkunft, um eine kleine Verabschiedungsrunde zu machen. Nach und nach trat die Gruppe den Heimweg an. Ich möchte mich bei allen für die tolle Ausfahrt bedanken, ich denke es hat jedem viel Spaß bereitet und freue mich jetzt schon auf weitere gemeinsame (Ski-) Ausfahrten.

Andy Pierro