Der Luftsportring gratuliert!!!

Manuel Bender und Stefan Hoffer belegen den zweiten Platz bei der baden-württembergischen Motorflug-Meisterschaft.

Die Meisterschaft im Motorflug besteht aus zwei separaten Wettbewerben. Dem Allgäuflug und dem Südwestdeutschen Rundflug. Die beste Mannschaft aus beiden Wettbewerben ist dann baden-württembergischer Motorflug-Meister.

Nicht nur im Segelflugsport finden Meisterschaften und Wettbewerbe statt. Auch im Motorflug. Da heißen sie unter Fliegern „Rallye“. Doch der Begriff ist irreführend. Es geht hier nicht um Schnelligkeit, sondern um absolute Präzision. Exaktes Kursfliegen, sekundengenaue Navigation verlangen von den Besatzungen höchste Konzentration. Und am Ende des Fluges muss noch eine Ziellandung gemacht werden.

Schon seit Jahrzehnten ist der Luftsportring Aalen immer wieder erfolgreich bei diesen Motorflugmeisterschaften. In diesem Jahr waren insgesamt 3 Teams vom LSR in Leutkirch dabei. Eine Mannschaft besteht immer aus zwei Piloten, die sich im Flugzeug die Aufgaben teilt. Am Wochenende vom 07.07.-09.07.2017 fand in Walldürn der 59. südwestdeutsche Rundflug statt. Zusammen mit dem Allgäuflug zählt dieser Flugwettbewerb zu den baden-württembergischen Landesmeisterschaften. Als Teilnehmer des Luftsportrings Aalen sind bei beiden Wettbewerben die Teams: Manuel Bender und Stefan Hoffer und das Team Hermann Hauber und Franz Eiseler am Start gewesen.
Beide Teams starteten in der sogenannten Wettbewerbsklasse, in welcher die besten Piloten des Landes fliegen.

Nachdem Stefan Hoffer und Manuel Bender auch in diesem Jahr wieder ganz vorne mit dabei waren und überraschenderweise beim Allgäuflug 2017 auch den zweiten Platz erflogen, war es für sie fast schon Motivation und Verpflichtung zugleich auch beim südwestdeutschen Rundflug anzutreten.

Begonnen hatte der Wettbewerbstag für die Piloten mit einem Briefing. Hier erklärt der Wettbewerbsleiter die Abläufe und Regeln des Fluges, bevor die Teilnehmer verschiedene Theorieaufgaben wie Navigation, Strecken-, Kurs- und Zeitberechnungen lösen mussten. Die Aufgaben werden exakt 30 Minuten vor dem Start ausgegeben. Im Zweiminutentakt gemäß der Aufgabenbögen wird gestartet. Im Idealfall fliegen dann auch alle Flugzeuge in diesem Abstand über die gesamte Flug-Strecke. Im Flug gilt es für die Piloten, die teilweise ziemlich kniffligen Aufgaben zu lösen.

Bei dem Südwestdeutschen Rundflug mussten Wendepunkte, Streckenbilder und Bodenzeichen aus der Luft identifiziert und sekundengenau überflogen werden. Die reine Flugdauer beträgt ca. zwei Stunden. In diesem Jahr hatten Mensch/Piloten und Material unter den besonders heißen Temperaturen zu leiden. Start war in Walldürn. Die Strecke führte zunächst südlich bis nach Bad Friedrichshall, bei Heilbronn.

Eine Ziellandung, bei der auf den Meter genau aufgesetzt werden muss, folgte mit einem Durchstartverfahren auf dem ehemaligen Militärflugplatz Niederstetten. Anschließend führte die Rallye wieder nördlich bis Giebelstadt und endete mit einer weiteren Ziellandung auf dem Flugplatz in Walldürn. Von insgesamt 15 teilnehmenden Crews erreichten Hermann Hauber und Franz Eiseler den 12. Platz. Manuel Bender aus Heidenheim und der Aalener Stefan Hoffer hatten bei der Ziellandung in Niederstetten weniger Glück. Kurz vor dem Aufsetzen wurde ihr Flugzeug von einer Windböe erfasst, etwas nach oben getragen. Trotz sofortiger Korrekturen war eine Landung in dem angestrebten Landefeld war nicht mehr möglich. Deshalb wurden wertvolle Punkte abgezogen. Aus diesem Grund konnten Stefan und Manuel nur noch den 6. Platz beim südwestdeutschen Rundflug erreichen.

In der Gesamtwertung zum Baden-Württembergischen Motorflugmeister hat es dennoch, und mit verschwindend geringer Punktedifferenz, zum 2. Platz gereicht.

Schirmherr Alois Gerig, MdB , Walter Nerdinger sowie der Referent für Motor- und Ultraleichtflug im Baden-Württembergischen Luftfahrt Verband Bernd Steck gratulierten Manuel Bender und Stefan Hoffer zum Vizelandesmeister.
Nach dieser äußerst erfolgreichen Saison in der Wettbewerbsfliegerei stehen für die beiden Piloten im nächsten Jahr die deutschen Meisterschaften an.

Michael Kost